11:57 Uhr, 16.03.2009

Amoklauf in Winnenden verhinderbar?

Ein 17 jähriger Ex-Schüler der Albertville Realschule hat mit einer Berretta seines Vaters und etwa 250 Schuss Munition in der genannten Schule mehrere Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Zusätzlich hat er auf der Flucht noch weitere 3 Personen erschossen bevor er gestellt wurde und sich selbst das Leben nahm.

So lässt sich trocken die Bilanz ziehen: 15 Tote und ein Toter Täter und schon wird nach noch strengeren Waffengesetzen und besseren Schutz der Schulen gerufen. Ausserdem natürlich und so selbstverständlich danach gerufen Video/Computerkillerspiele zu verbieten. Denn, wie nicht anders zu erklären, wurden Killerspiele auf dem Rechner des Täters gefunden.

Ich sage dazu nur: Wenn man die nicht gefunden hätte, dann...

Ausserdem soll sich der Täter in psychologischer Behandlung befunden haben, was seine Eltern bestreiten. Fakt ist, dass am Wochenende aus einer Klinik beweiskräftig belegt wurde, das der Täter 5 Sitzungen eben dort verbracht hat.

Bevor man so eine Meldung verfasst, sollte man sich doch auch mal über das Prozedere informieren! Es ist üblich, und Gang und Gäbe, das jemand in 5 Sitzungen selbst entscheidet, ob er mit der Therapie, dem Ziel der Behandlung und der Art des Therapeuten zurecht kommt. Ist das nicht der Fall vereinbart er keine weiteren Termine und der Fall ist gegessen. Das ist KEIN Therapieabbruch sondern eine ganz normale Sache. Schliesslich ist einer der 16 weltbesten Snookerspieler, Ronni O'Sulivan ebenfalls depressiv und der Mann ist ein grandioser Könner mit seinem Que.

Nicht jeder der Depressiv ist, wird zum Amokläufer!!!

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